Schwül. Feucht. Kaputt. Arbeit. PC. Mopped.

Schwül.

so siehts meistens ausDas war sie also meine erste Wet Season. Eins ist sicher – ich werde mich nie wieder daheim beschweren, dass es schwül ist. Das was hier im Sommer (also Dezember bis März) abgeht ist atemberaubend. Wortwörtlich. 42-43 Grad bei 100% Luftfeuchtigkeit ist, für einen Standard-0-8/15-Mitteleuropäer wie mich, einfach nicht erträglich. In Dubai war´s ja auch recht warm, aber bei weitem nicht so schwül. Es ist sogar anstrengend zu atmen, weil die Luft wie Sirup ist. Aber ich hab mir sagen lassen, dass man sich da wohl irgendwann dran gewöhnt.

Man schwitzt. Man schwitzt, sobald man sich vor die Tür bewegttough life. Man schwitzt ohne sich zu bewegen. Man schwitzt bis das Shirt nen halbes Kilo wiegt, nur um dann weiter zu schwitzen. Auch kühlt der Schweiß nicht. Und dann stellt euch mal den Geruch von acht Tandemmastern vor, die in einer Blechdose (PAC 750 XL) mit mäßiger Belüftung sitzen und die den ganzen Tag in günstige (ich will nicht billige sagen) Synthetik Shirts reinschwitzen. Delikat. Ein olfaktorisches Erlebnis der Spitzenklasse

20140304_171037Ohne Klimaanlage und Deckenventilator ist´s kaum auszuhalten. Und alles ist immer klamm – gerade Klamotten und Handtücher. Handtücher werden nicht trocken. Auf der Habenseite ist hingegen, dass man keine großartig variierende Garderobe braucht. Boardshorts und T-Shirt reichen als Freizeitbekleidung völlig. Selbst Unterhosen und Flip-Flops braucht man nicht. Ersteres wird eh nur nass wenn man in den Pool springt und letzteres vergisst man immer wenn man besoffen wegtorkelt. Außerdem ist es völlig akzeptabel überall barfuß rumzulaufen.

Feucht.

Dann der Regen. Kassel (da komm ich her) hat im Schnitt Regen während Itaso knapp 700mm Regen pro Jahr. Im März hatten wir hier 420mm. Und am 11. & 12. April alleine 180mm. Im Jahresschnitt sind es so 2000mm. Zwei Meter Regen. Verteilt auf vier Monate. Das restliche Jahr regnets kaum. Pro Jahr gucken auch um die vier Zyklone vorbei. Ein Zyklon ist ein Hurrikan, der sich andersrum (rechtsrum) dreht. Eingestuft werden sie in Kategorien von eins bis fünf, wobei eins die Schwächste und fünf die Stärkste ist. Die Aussis nehmen das allerdings alles recht gelassen – bis er nicht Kategorie drei hat wird das alles nicht wirklich ernst genommen. Bis neulich kamen nur zwei in die Nähe von Cairns, es war windig, aber mehr auch nicht.
ItaAn besagtem 11. & 12. April kam dann Zyklon Ita vorbei. Als er etwas nördlich auf die Küste traf, war er Kategorie fünf. Bis er dann bei uns war, wars nur noch Kategorie eins. Das reicht immer noch, um Bäume und LKW´s umzuschmeißen. Ich bin da mal an der Promenade spazieren gegangen um mir nen Kaffee zu holen. So kam seit langem mal wieder meine Regenjacke zum Einsatz. In der City war leider alles zu. Enttäuschend, aber verständlich. Immerhin war Kategorie drei vorhergesagt, dass es dann doch nicht so schlimm gekommen ist kann ja DCIM100GOPROkeiner ahnen. Und ich muss gestehen, wenn das Kategorie eins war, möchte ich fünf nicht unbedingt mitmachen, vier schon, fünf, nee. Und wenn dann ganz sicher nicht draußen. Auf dem Rückweg haben Wind und Regen zugenommen, so dass es schon ganz schön geprickelt hat an den Beinen. Aber von drinnen ist´s ganz lustig, wenn man die Fenster gegen den Regen gesichert hat. Und es ist eine Menge Regen die da runter kam. Eimerweise. Über Stunden. Eigentlich kann man sagen, dass es gut 35 IMG_434299501340506Stunden durchgeregnet hat, von kurzen Verschnaufpausen mal abgesehen. So viel Regen kam da, dass auf gut 400km Küste alle Flüsse und Bäche übergelaufen sind und den Haupthighway und viele Straßen mehrfach überflutet haben, so dass sie drei Tage später immer noch gesperrt sind. Beeindruckend.

Ita VorhersageHier mal ein kurzes Video aus meinem Schlafzimmer:

Kaputt.

KundenAch ja, wenn ein Zyklon unmittelbar im Anmarsch ist, dann hören sogar wir auf zu springen. Aber das hat mich nicht gekratzt, ich bin eh krank geschrieben. Hab mir die Hüfte verrenkt. Eigentlich völlig unspektakulär, wie das passiert ist. Etwas ruppige Öffnung (des Fallschirms) in Kombination mit etwas schleudern. Danach hat´s etwas gezwickt, aber nichts, wo man jetzt anfängt zu weinen. Bin ja schon groß und stark. Dann hab ich noch zwei Sprünge gemacht und heim gefahren. Abends hab ich´s dann etwas mehr gemerkt. Tags drauf bin ich dann wieder zur Arbeit gefahren, hab alles startklar gemacDie Kollegen...ht, das Rig geschultert und da hab ich dann beschlossen, dass ganze mal sein zu lassen. Die nächsten Stunden, inklusive Heimfahrt, hab ich im liegen verbracht. Auch den nächsten Tag war an wenig anderes zu denken, als liegen. Von nem netten Kollegen hab ich ein paar Pillen gegen die Schmerzen bekommen, mit dem Hinweis, nicht beide auf einmal zu nehmen, da Opiate bei manchen Leuten lustig wirken… Dann kam eh mein Wochenende, zum kurieren, und danach gings eigentlich wieder. Also frisch, fromm, fröhlich, frei wieder an die Arbeit. Easy Tag, nur zwei Sprünge und alles im grünen Bereich. Leichtes ziepen, aber ok. Tags drauf, erster Sprung uuuund Ende. Seit dem heftige Schmerzen und sehr eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Rücken. Zuhause hab ich dann fix nen Arzttermin vereinbart. Drei Tage später. Toll. Als ich dann endlich da war, sollte ich mich vor ihn stellen – und ohne dass er mich auch nur angefasst hat, sagt er: „Oh man, das ist übel…“ gefolgt von 30 Minuten Massage und ein paar HeimwegVerrenkungen zum einrenken. Hat auch ordentlich gerumpelt im Gebälk. Auf meine Frage, ob ich denn jetzt wieder arbeiten könne, lacht er nur und sagt: „Nee, das wird ne Weile dauern, bis das wieder fit ist.“
Das ist jetzt sechs Tage her und er hat recht. Weg ist das immer noch nicht. Dienstag geht´s nochmal hin.

Arbeit.

Die meiste Zeit ist´s aber dann doch ganz angenehm hier oben zu arbeiten. Hier mal ein paar Eindrücke von meinem Arbeitsplatz. Ich glaube ich bin mittlerweile Selfie-König.

PC.

Komponenten Ich hab mein Laptop auf Windows 8.1 upgedatet. Da bewahrheitet sich mal wieder, dass man Jauche so lange rühren kann wie man will, da wird einfach keine Buttermilch draus. Und es schmeckt auch nicht besser, wenn man nen Orangenscheibchen und ein Schirmchen dran pappt. Das ist der größte Krampf den man sich nur vorstellen kann. Mein Rat an alle, die sich einen neuen Rechner zulegen wollen: Kauft ihn mit Windows 7. Wenn ihr keine Wahl habt, kauft den Rechner nicht. Habt ihr den Rechner schon gekauft, formatiert es und installiert Windows 7. Selbst wenn man nachträglich es kaufen muss. Das ist alles besser als dieser Müll. Verbrennt am besten die Windows 8 CD, falls vorhanden.
ZurErklärung, der Windows good/bad Zyklus:

microsoft-windows-good-bad-cycle-operating-systemsBald kann ich wieder Videos schneiden, denn ich habe mir einen neuen Rechner gegönnt. Nach vielem überlegen pro und contra Laptop, habe ich mich für einen Desktop entschieden. Wie früher zum selbst zusammen bauen. Nur das Feinste hab ich mir ausgesucht, quasi ein Kindheitstraum. Drin und drum ist:

  • NZXT Phantom Case
  • Intel I7 Hex Core 3.4 Ghz
  • Asus Rampage IV
  • G.Skill 16GB RAM
  • Corsair H110 CPU Kühler
  • Antec HCG-900 Watt
  • Gigabyte Titan Black Grafikkarte
  • Samsung 840 EVO SSD 1TB
  • und natürlich Windows 7

Damit schrumpfen die Renderzeiten erheblich und brauchbare Gaming Power sollte auch vorhanden sein. Mögen die Spiele beginnen…
Wenn denn dann alle Teile da sind. Ita hat mir da etwas die Lieferzeit versaut.

Mopped.

Lake MorrisWenn es zufällig an meinen freien Tagen mal nicht regnet, wird die Husky ausgeführt. Letztens war ich am Lake Morris, da die Straße recht unterhaltsam aussah. Wenn die Straße trocken und sauber gewesen wäre, ist das sicherlich ein schöner Spielplatz. War sie aber nicht. Dafür ist Lake Morris ein schöne Plätzchen Erde. Mit Picknick Area und viel grün. Ich muss da wohl nochmal ran, wenn es sauber und trocken ist. Was hoffentlich bald ist.

Vorsichtig eingefahrenZum Abschluss ein grober Überblick, wo ich hier so wohne. Da wo der Pfeil ist, ist meine Bude. Das Bild drunter zeigt die komplette Trinity Bay.

Hier wohn ich Trinity Bay

Und hier bin ich mit meinen Couchsurfern, nach nem langen Tag und ein paar Bier. Kommt dir das bekannt vor, Carsten?

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